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Von Rosen, Selbstdarstellungsvereinen und der allgemeinen Frage nach dem ’wer?’

13 Feb 2008

Von Rosen, Selbstdarstellungsvereinen und der allgemeinen Frage nach dem ’wer?’
Aktuelle Stimmung: blah

Alle Jahre wieder – der supivollidolle Valentinstag steht bevor. Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Jahr die Möglichkeit, dass die Schüler sich untereinander Rosen schicken konnten. So von wegen Liebe. Ach nein. Liebe und Freundschaft. Und damit man auch dran verdient noch aus irgendnem anderen Grund. Rote (Liebe), Gelbe (eigentlich Eifersucht) und Rosane (eine kitschigere Farbe gabs wohl einfach nicht mehr).

Valentinstag ist schließlich das Fest der Blumenhändler. Und wohl auch neuerdings das Fest einer nicht näher genannten, jungen Tochter-[Hier kann der Leser diffamierendes Wort für Vereinigung nach Wahl einsetzen] einer nicht näher genannten christlich-demokratischen Partei. Denn ist es so unwahrscheinlich, dass das Geld, das die SV – respektive Chefindenvordergrunddränger Jan Fell (aus wem besteht die SV sonst noch? Wissen das abgesehen von den engagierteren Mitgliedern der SV, die bspw. in den letzten zwei Wochen ihre Pausen damit verbracht haben, Rosen zu verkaufen, sonst noch andere Schüler?) - das Geld, das mit diesem pannenbehafteten Rosenverkauf verdient wurde (Oder hat jemand schonmal ordinäre Rosen zweiter Wahl gesehen, die 2,50€ - das ist 1,50 mehr als in den letzten Jahren - kosten? Da kriegt man im Blumenladen 'nen ganzen Strauß schönster Rosen für... Sollte man auch mal bedenken) nicht quasi als Kompensation für die natürlich absolut und ganz und garnicht nicht von Parteifreunden Jan Fells eruierten Fußballtore verwendet werden? Ich lasse mich mal überraschen, wofür dieses Geld dann aufgewendet wird. Vielleicht wird von dem Geld ja auch die Einrichtung für den schönen Oberstufenraum bezahlt. Ist doch denkbar, oder nicht? Besonders, da wir ja auch schon einen Oberstufenraum haben. Fußballtore haben wir ja immerhin schon dank der Hilfe dieser nicht näher genannten Partei. Abgesehen davon, dass die Schüler diese Fußballtore wahrscheinlich ohne die Hilfe dieser Partei (ich ruf mal bei der NPD oder APPD an, ob die uns vielleicht noch Tribünen oder ähnliches Spenden wollen, bald haben wir ein komplett politisch finanziert/motiviertes Fußballstadtion!) nie gesehen hätten, hat die SV ihre Wahlversprechen ja sogar zur Hälfte eingelöst. Ein Hurra auf die sympathischste, objektivste und schülernaheste SV aller Zeiten! Zur Feier des Tages könnte man sich solche Worte wie 'Selbstprofilierungsverein' oder 'Schülerzertretung' ja mal sparen – es ist schließlich bald Valentinstag. So von wegen alle liebhaben und so. Und Rosen kaufen.

Seit ich auf dieser Schule bin, stand noch keine Schülervertretung so im Rampenlicht (weniger nette Menschen – zu denen ich natürlich nicht gehöre – würden sagen 'hat sich noch keine SV in den Vordergrund gedrängt) wie diese – leider stand auch noch nie eine SV so in der Kritik. Dieser SV passieren – gelinde gesagt – Pannen sondersgleichen. Um das aktuellste Beispiel zu nehmen (und nicht immer auf vorschnellen Entscheidungen und Versprechen und natürlich Zahlungen wegen T-Shirts oder Oberstufenräumen rumzuhacken) – das 'schönste' (um positive Worte zu benutzen) am Valentinstag war ja noch die Möglichkeit, seiner/seinem Liebsten an einer anderen Schule ebenfalls eine Rose zukommen zu lassen. Natürlich gibt es das dieses Jahr auch wieder. Moment... Wirklich? Da war doch was. 'Nein, dieses Jahr können wir leider keine Rosen an andere Schulen schicken' Auf die Frage nach dem 'Wieso' herrscht da dann wohl eisernes Schweigens seitens des Selbstprofilierungsvereins. Die Frage nach dem 'wer' (so wie in 'wer hat es verbockt?' zum Beispiel) ist da doch schon leichter zu beantworten. Wer kommt drauf?

Natürlich ist Schülervertreter... ach nein, das hab ich ja wieder übersehen ....stellvertretender Schülervertreter ein schwerer, anstrengender Job und wir leben in einer Demokratie – so von wegen 'Man kann es nicht allen Recht machen, aber vernünftige Vorschläge werden jederzeit akzeptiert und wir sind für konstruktive Kritik jederzeit offen'. Aber wenn man nicht zu mehr fähig ist, als leere Versprechungen zu machen und mit dem Schlüssel zum SV-Büro rumzurascheln, sollte sich nicht für ein solches 'Amt' bewerben. Übrigens – auch eine interessante Frage nach dem 'wer': Wer gibt so einem einen Schlüssel zur Schule?

Vernünftige Vorschläge, für konstruktive Kritik jederzeit offen? Ja, so offen, dass das Gästebuch auf der SV-Homepage nach einigen peinlichen Versuchen seitens besonders Jan Fell, eben !konstruktive! Kritik abzuwehren ruck zuck so offen war wie der durch verrostete Tackernadeln am Boden festgetackerte eh schon viel zu niedrige geistige Horizont gewisser christlich-demokratischer Parteien. Aus irgendeinem Grund kann ich nicht aufhören, mich auf diese christlich-demokratische Partei zu beziehen. Aber ich denke jeder versteht diese absolute Meisterleistung höchster Metaphernbildung. Abgesehen davon – gibt es gutgeschriebene Kritik in der Schülerzeitung, wird wochenlang rumgeweint, eine Gegendarstellung verfasst. Ist das Kritikfähigkeit? Für mich nicht.

Dass leider viel zu viele Schüler unserer Schule naiv genug waren, diese SV zu wählen, ist ja nichts neues. Und wenn man die Naivität am Alter festmacht, ist es eigentlich nur eine Sache der Mathematik – ich hätte mich auch aufstellen sollen und Eisverkäufer und Hüpfburgen auf dem Schulhof versprechen sollen. Ganz einfach: Nehmen wir an, Schüler bis zur zehnten Klasse sind naiv genug, dass man sie durch leere Versprechungen wie die der SV (gut reden können sie, das stimmt wohl, aber das wars wohl auch schon wieder) beeinflussen kann. Alles drüber (also bis Klasse 13) kann eigenständig denken und lässt sich nicht so leicht durch Blendwerk täuschen. Somit naive 5 Stufen und 3 nicht-naive Stufen. Wieviele Klassen gibt es in der Unterstufe pro Stufe? Vier. Wieviele Klassensprecher gibt es pro Stufe also? Vier. Macht also fünfmal vier – also zwanzig Klassensprecher, die sich eventuell beeinflussen lassen. Wieviele Wahlberechtigte Schüler gibt es ab der 10. Klasse? Pro Stufe einen Stufensprecher. Macht für mich drei schwerer beeinflussbare Schüler, die wählen dürfen. Selbst wenn man noch die Stellvertreter mitzählt, ändert das nichts. Zwanzig zu drei bzw vierzig zu sechs. Wer die jüngeren Schüler beeinflusst, hat schon gewonnen.


In diesem Sinne,



Frohen Valentinstag,



Rob


PS: Dass ich mich hier weitestgehend über J. Fell ausgelassen haben, ist kein sonderlich großes Wunder – von den anderen Mitgliedern sieht und hört man nichts, geschweigedenn von denen, die auch was tun. Abschließend noch ein Hoch auf unseren Einmannselbstdarstellungsverein.

0:14

13.2.08 00:16
 


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